Immer, wenn sie Bücher schrieb.

Alea Iacta Est – Incubus Anthologie

blogromywolf123

Ich glaube ja, ich würde so ziemlich bei allem mitmachen, wozu der Incubus Verlag aufruft. Selbst wenn es eine Erotik-Anthologie und damit ein für mich völlig fremdes Feld ist.

Aber an Herausforderungen wächst man ja bekanntlich, und so stand für mich von Anfang an fest, dass ich es zumindest versuchen würde. Alleine, weil Incubus so tolle Bücher macht, die in meinem Regal gründsätzlich toll aussehen. Die Plotidee kam mir auch relativ schnell entgegen gehüpft, mit einem winzig kleinen Problem im Schlepptau: Sie sollte im antiken Rom spielen.

Ich hatte keine Ahnung vom antiken Rom.

Grundsätzlich bin ich ja ein an der Geschichte durchaus interessierter Mensch: Angelsachsen, Tudors, französische Revolution, irische Unabhängigkeitsbewegung, das gesamte 19. Jahrhundert, die 1920er, 1930er … aber die Antike konnte mir bis vor ein paar Monaten nur ein müdes Lächeln abringen. Vielleicht lag es daran, dass ich in meiner schulischen Laufbahn dreimal dazu gezwungen wurde, in den Archäologiepark Xanten zu fahren. Ich weiß es nicht. Ich hatte aus Mangel an Interesse weder Gladiator noch sonstwas gesehen, und kannte The Eagle nur, weil der Film in Britannien spielt.

Okay, dachte ich. Ein Genre, in dem du noch nie geschrieben hast in einer Epoche, von der du wirklich nicht viel weißt. Was kann schon schiefgehen?

Also fing ich an zu recherchieren. Suchte auf YouTube Dokumentationen zum alten Rom, studierte Weltkarten und Zeittafeln, holte mir Rat bei einer Lateinprofessorin und beschaffte mir zudem Sekundärliteratur aus der UniBib. Halbe Sachen mache ich nicht.

Ich habe beim Recherchieren selten so viel geflucht wie für diese Kurzgeschichte. Kaum hatte ich ein zeitliches und geografisches Setting abgesteckt stieß ich in irgendeinem Text auf eine Info, die meine sorgfältigen Planungen hinfällig werden ließ. Und das alles dafür, dass die Geschichte soho wahnsinnig geschichtsträchtig nicht geworden ist. Aber ich wollte wissen, worüber ich schreibe und nicht bloß mit Mutmaßungen um mich werfen. (Und mittlerweile verstehe ich auch völlig, was alle so an der Antike fasziniert.)

Umso mehr freut es mich, dass sich die Mühe ausgezahlt hat und mein Beitrag wider Erwarten für die Anthologie ausgewählt wurde. Der Vertrag ist bereits unterschrieben und wieder auf dem Weg zum Verlag. Die Anthologie wird wohl im Sommer erscheinen und ich freue mich wahnsinnig darauf! Whee!

 

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